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Einschulung
Für über 2.000 Kinder in der Stadt klingelt Mitte August das erste Mal die Schulglocke. Ein großer Schritt, nicht nur für die Kinder. Hier kommen Tipps von Familien, die diese Übergangszeit schon gemeistert haben.
„ Bei uns ist der Übergang leider etwas schwieriger gewesen. Von heute auf morgen musste unser Kind von der Kita in den Hort (Sommerferien) wechseln, wo er niemanden kannte. Dadurch fiel ihm aber wiederum der erste Schultag leichter, weil er dann schon ein paar Gesichter kannte. Zusätzlich hatte er ein Foto von uns dabei und ein kleines Glücksschwein, welches er immer in der Mappe bei sich hatte." Vivien
„ Wir haben einen Rest von der Elternzeit genutzt, um in den ersten Schulwochen zu Hause zu sein. Dadurch konnten wir unser Kind auch mal direkt nach dem Unterricht abholen oder gemeinsam Mittag essen. Wichtig war uns außerdem, unser Kind vor negativen Zuschreibungen zum Thema Schule zu schützen. Wenn aus dem Umfeld Sätze kamen, wie „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, haben wir das versucht einzuordnen. Sehr hilfreich fanden wir auch Gefühlstagebücher, um den Tag gemeinsam zu besprechen. Wir haben aber auch versucht andere Fragen zu stellen, als „Was gab es zum Mittag?“ und „Wie war es in der Schule?“, die haben dann auch mal irritiert, aber wir sind darüber gut ins Gespräch gekommen. Beispiele: „Wonach hat die Schule heute gerochen?“, „Wenn dein Schultag heute ein Tier gewesen wäre, welches wäre es gewesen und warum?“, „Welche Stelle heute in der Schule hätte man filmen müssen, weil sie besonders lustig, seltsam oder spannend war?“„ Dana
"Es fängt an bei der Schulwegplanung mit Nachbarn (Fahrgemeinschaften) und der Überlegung, ab wann das Kind mit dem Bus fährt. Eine gute Vernetzung ist das A und O. So kommt das eigene Kind durch andere Eltern nach Hause, auch wenn man gerade selbst irgendwo festhängt. Die tägliche Kontrolle des Hausaufgabenheftes ist ebenso wichtig, wie die Frage „Hast du deine Tasche gepackt?“. Die Kinder sollten schnell lernen, Dinge selbstständig zu erledigen und auch die Verantwortung für sich zu übernehmen. Außerdem ist ein Lesetraining ab Klasse 1 wichtig. Täglich 10 Minuten lesen ist besser als unregelmäßig zu lesen. Und ich lese nach wie vor abends vor." Julia
"Unsere Meinung ist, dass Kinder auch im Kita-Alter feste Zubettgehzeiten brauchen. Wir haben genug Freunde und Bekannte, die Probleme damit haben, weil die Kinder bis zur Einschulung auch gerne mal bis 22 Uhr wach waren. Bei uns gab es da nie Probleme, weil die Kinder es gewohnt waren zwischen 5 und 6 Uhr aufzustehen und dementsprechend früh ins Bett gegangen sind. Die Hausaufgaben werden zum Glück in der Schule gemacht. Wir setzen uns aber vor dem Abendessen nochmal hin und kontrollieren diese. Die Hortner achten meistens nur darauf, ob sie erledigt wurden und nicht auf die Richtigkeit." Marco
"Damit z.B. der Ablauf am Morgen gut klappt, ist ein Zeitplan oder Wochenplan gut. Aber im besten Fall ist der Ablauf morgens gar nicht so anders, als zu Kitazeiten. Für Hausaufgaben: Ich kann das Buch „Alles ist schwer bevor es leicht wird“ von Caroline von St. Ange empfehlen. Tipps wären da, die Hausaufgaben nicht nur am Schreibtisch zu machen, sondern auch mal unter dem Tisch oder hängend oder mit Glasstift an der Fensterscheibe." Margret
"Um ehrlich zu sein, habe ich mir vorgenommen, da total entspannt ran zu gehen und es ist einfach noch entspannter, als ich dachte. Von der Lehrerin gab es die Aufgabe zu Hause zehn Minuten am Tag laut zu lesen und das macht mein Sohn total gut und gerne. Für fünf Mal gibt es eine Perle für eine selbst gebastelte Raupe. Wir könnten theoretisch einen Tag pausieren, aber natürlich will er mit die meisten Perlen haben. Das einzige, was mich wirklich nervt, ist die Brotbüchse morgens. Das Schnippeln ist aber eher meine selbst gestellte Aufgabe. Ich will eine gute und gesunde Abwechslung drin haben, die er dann auch noch isst." Anna
"Es ist wichtig zuschauen, was das Kind braucht. Im Zweifel ist das nicht das „ab hier können das die Kinder allein“-Schild, sondern eine enge Begleitung. Ich bin mit unseren Kindern morgens immer zum Bäcker. Sie haben ein Rosinenbrötchen gegessen und ich einen Cappuccino getrunken. Das war voll schön als Start in den Tag. Die Kita- und Schulsozialarbeit sehe ich grundsätzlich auch als großen Bonus und klare Schuleinzugsbereiche." Nadja
"So banal es klingt: Bleibt ruhig und spiegelt dem Kind diese Ruhe. Haltet aus, dass es manchmal auch knirscht und vor allem: plant nachmittags Zeit für mehr Bewegung ein - das lange Sitzen war ein großes Thema bei uns." Betty
"Wir haben unserem Sohn eine Vorauswahl von Schulranzen gegeben, aus denen er sich einen aussuchen konnte. Er hat auch selber entschieden, was er zur Einschulung anziehen möchte. Für ihn war es vor allem wichtig zu wissen, dass Leute aus seinem Kindergarten mit in seine Klasse kommen. Er hat aber noch bis zu einem halben Jahr nach Schuleintritt gesagt, dass er lieber wieder in den Kindergarten möchte." Andrin
Der richtige Schulranzen schützt den Kinderrücken - Die AOK Sachsen-Anhalt erklärt, worauf es ankommt.
Der Schulranzen ist weit mehr als ein Transportmittel, er sollte auch ein Beitrag zur Gesundheit sein. Gerade Erst- und Zweitklässler tragen oft schwere Lasten, obwohl ihr Skelett noch im Wachstum ist. Experten empfehlen, dass ein Schulranzen samt Inhalt nicht mehr als zehn bis maximal fünfzehn Prozent des Körpergewichts wiegen sollte. Wiegt ein Kind 25 Kilogramm, liegt die Obergrenze also bei rund 3,7 Kilogramm.
Auch das richtige Packen ist wichtig. Der Inhalt sollte gleichmäßig verteilt sein, damit der Ranzen keine „Schlagseite“ nach links oder rechts hat. Schwere Gegenstände gehören nah an den Rücken, leichtere Dinge nach vorne. Regelmäßiges Ausräumen hilft zusätzlich, unnötiges Gewicht zu vermeiden. Ebenso entscheidend ist ein gut eingestellter Sitz.
Der Schulranzen sollte dicht am Körper anliegen, die Schultergurte müssen straff, aber bequem sitzen. Ideal ist, wenn die Oberkante etwa auf Schulterhöhe endet und die Unterkante am Beckenkamm anliegt. Sitzt der Ranzen zu tief, verlagert sich der Schwerpunkt nach hinten und das Kind muss sich beim Gehen nach vorne beugen – eine Belastung für die Wirbelsäule.
Beim Kauf gibt das Siegel „DIN 58124“ Orientierung, denn es steht für geprüfte Ergonomie und Sicherheit. Auffällige Farben und Reflektoren erhöhen zudem die Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
AOK Schulranzen-Check an Grundschulen
Für Grundschulen bietet die AOK Sachsen-Anhalt den Schulranzen-Check an. In Abstimmung mit der Schulleitung wird hauptsächlich in den ersten Klassen den Schulkindern demonstriert, was einen guten Ranzen ausmacht und wie man diesen richtig packt. Anhand kleiner Übungen lernen die Kinder zudem, ihren Rücken zu stärken, das beste Mittel gegen Haltungsschäden. Interessierte Lehrkräfte wenden sich direkt an den AOK-Kooperationspartner SPOG Institut für Prävention und Gesundheitsförderung: Tel.: 0391/5448701, E-Mail: projekt@spog-online.de
Weitere Informationen zu den AOK Angeboten für Kinder gibt es unter www.deine-gesundheitswelt.de/kinderprojekte.

