© Mahler / AOK Sachsen-Anhalt
Joggen
Joggen ist eine Sportart, bei der Eltern und Kinder sehr gut gemeinsam in Bewegung kommen, das motiviert. Zudem lässt sich das Laufen unkompliziert in den Alltag integrieren.
Während manche Kinder mit Freude Sport treiben, brauchen andere mehr Überzeugungsarbeit. Wie das gelingen kann, erklärt Rene Bethke von der AOK Sachsen-Anhalt.
Sport ist wichtig für Kinder und spielt eine entscheidende Rolle für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung. Zwang ist aber nicht der richtige Weg. „Damit das Kind auf Dauer auch dranbleibt, sollte es vor allem Freude an der Bewegung entwickeln“, sagt Rene Bethke, Leiter Gesundheitsmanagement bei der AOK Sachsen-Anhalt. Sport sollte deshalb zunächst spielerisch vermittelt werden, ohne Wettbewerb und ohne Zwang. „Zumindest für den Einstieg kann es auch helfen, wenn die Eltern mitmachen – denn gemeinsame Aktivitäten motivieren.“
Wichtig ist auch eine feste Routine. Vorher festgelegte Sporttage unterstützen dabei, die Bewegung besser in den Alltag zu integrieren und sicherzustellen, dass wichtige Pausen nicht vergessen werden. „Die körperliche Regeneration ist ebenso wichtig. Deshalb sollte man nicht jeden Tag Sport einplanen“, sagt Bethke.
Ganz wichtig: Lobt auch kleine Fortschritte, ohne Leistungsdruck und ohne Vergleiche mit anderen Kindern. Es hilft auch, Erfolge sichtbar zu machen, indem man zum Beispiel Vorher-Nachher-Momente festhält oder ein Fototagebuch führt.
Wie die richtige Lieblingssportart finden?
Bei der großen Auswahl an Sportarten ist es gar nicht so leicht, die richtige zu finden. Deshalb kann es Sinn machen, viel auszuprobieren, Schnupper- und Ferienkurse zu nutzen oder an Sportfesten teilzunehmen. Bethke: „Vor allem ein Blick auf die Interessen des Kindes kann Aufschluss geben: Mag es Musik, liegt Tanzen nahe. Tüftelt es gerne, könnte Klettern das Richtige sein. Möchte es gemeinsam mit anderen etwas erreichen, stehen verschiedene Teamsportarten zur Auswahl.“ Bezieht auch den Wohnort und Freunde ein, denn kurze Wege und bekannte Gesichter erhöhen die Bindung.
Signale erkennen, wenn die Freude fehlt
„Sport löst zwar Glücksgefühle aus, kann aber bei zu viel Druck oder der falschen Sportart auch den gegenteiligen Effekt haben“, warnt der Experte. „Wenn das Kind immer wieder Bauch- und Kopfschmerzen vor dem Training hat oder wochenlang unter Lustlosigkeit leidet, können das erste Warnsignale sein.“ Bei Sport in Vereinen kann Druck auch durch Angst vor Fehlern oder Wettkämpfen entstehen.
Dann sollte man mit seinem Kind sprechen und Lösungen finden. Fragen könnten sein „Was macht dir Spaß?“ oder „Was stört dich?“. Dann kann man zum Beispiel das Training kürzen oder eine andere Sportart oder andere Gruppe finden.
TIPP: Passende Sportvereine in Wohnortnähe findet man z.B. in der Vereinssuche des Landessportbundes Sachsen-Anhalt unter
www.lsb-sachsen-anhalt.de/vereinssuche.

